Fakten und Tipps zum "Burnout"

Der Kollege im Labor hat ständig dunkle Ringe unter den Augen. Die junge Kollegin aus der Produktion hat ihr freundliches Lachen verloren und der Daumen des Einkäufers ist auf der Tastatur seines Smartphones festgewachsen. Vielleicht leiden sie an Burn-out. Burn-out heißt »ausgebrannt« und bezeichnet einen Zustand völliger Erschöpfung. Ursache sind berufliche oder auch private Überlastung. Einige Symptome ähneln denen der Depression. Manche sprechen auch von Erschöpfungsdepression.

Warnsignale

Die Zahl der Krankentage, die auf das Konto psychischer Erkrankungen gehen, steigt. Dabei sind Betriebsräte doppelt gefordert. Sie müssen sich selbst und die Beschäftigten vor Überlastung schützen. Sie können Burn-out weder diagnostizieren noch behandeln. Aber sie können verschiedene Möglichkeiten nutzen, um psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu vermindern. Und sie können betroffene Kollegen unterstützen, sich Hilfe zu holen. Dazu müssen Betriebsräte Warnsignale erkennen.

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Anzeichen können etwa Abteilungen sein, die über hohe Arbeitsbelastungen klagen, eine hohe Fluktuation oder eine steigende Zahl von Unfällen haben. Schutz vor Überlastung und der Umgang mit psychischen Erkrankungen erfordert viel Wissen. Daher ist es sinnvoll, wenn sich einzelne Betriebsräte oder Teams als Experten darum kümmern.

Das wirkungsvollste Instrument, um Beschäftigte vor Überlastung zu schützen, ist die Gefährdungsbeurteilung. Dazu gehören auch die psychischen Belastungen. Jeder Arbeitgeber ist dazu verpflichtet, bei gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz Abhilfe zu schaffen. Doch die wenigsten haben eine solche Analyse gemacht. Betriebsräte haben aber klare Mitbestimmungsrechte. Dabei unterstützt sie die IG Metall mit Instrumenten wie dem Stressbürometer, dem Stressbarometer sowie dem Arbeitszeit-TÜV.

Leitfaden

Der Bereich Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz hat Fakten und Tipps zum Umgang mit Burnout zusammengefasst. Der Leitfaden erscheint demnächst im Extranet.

Ausbildung

Das Integrationsamt Westfalen bildet betriebliche Ansprechpartner in diesem Bereich aus. Mehr zur Ausbildung steht hier: www.lwl.org

Hilfe bei „Burnout“

Die Gruppe „Hilfe bei Burnout“ wendet sich an Betroffene, die an Folgen eines Burnouts leiden und Gesprächsbedarf haben. Gegenseitiger Beistand kann hier eine große Unterstützung sein.

Seit Montag, dem 1. Oktober 2012 gibt es regelmäßige Treffen im Netzwerkhof, Hohenzollernstraße 11, in Gütersloh.

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Beginn ist 19 Uhr. Betroffene sind herzlich willkommen. Um eine telefonische Anmeldung unter 05241 / 2205860 wird gebeten. Die Gruppe wird durch Frau Rita Undernhorst-Pahl (Psychologische Beraterin, VFP) begleitet. Die Treffen finden einmal im Monat statt.

www.pahl-gesundes-leben.de

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