Zum Thema MetallRente – Das Versorgungswerk MetallRente besteht nun bereits 10 Jahre

MetallRente – Das Versorgungswerk MetallRente besteht nun bereits 10 Jahre

Mit dem Tarifvertrag zur Entgeltumwandlung in der Metall- und Elektroindustrie wurde vor nun gut 10 Jahren das Versorgungswerk MetallRente ins Leben gerufen. Die MetallRente Beratungseinheit steht den Betrieben in der Metall- und Elektroindustrie zu allen Fragen rund um die betriebliche Altersversorgung (bAV) seit der ersten Stunde zur Seite.

Unsere MetallRente Beraterin Sabine Siegloch berichtet über aktuelle Themen in der bAV

Sabine, welche Gedanken hast Du, wenn Du auf die vergangenen Jahre MetallRente zurückblickst?

Sabine Siegloch:Wenn wir sehen, dass MetallRente nach nun gut 10 Jahren das größte Branchenversorgungswerk Europas ist, erfüllt uns das als MetallRente-Berater mit Stolz. Der Erfolg, den wir zusammen mit den Unternehmen und den ArbeitnehmerInnen erzielt haben zeigt uns, dass wir in punkto Beratung und Betreuung den richtigen Weg eingeschlagen haben. Ein großer Meilenstein war natürlich die Einführung der avwL (altersvorsorgewirksame Leistungen) mit dem Tarifvertrag in 2006. Umso bedauernswerter finde ich es, dass immer noch zu viele KollegInnen ihre avwL nicht in Anspruch nehmen, und so bares Geld verschenken.

Wie funktioniert die Anlage der avwL in die MetallRente genau?

Sabine Siegloch:Durch die Anlage der avwL in die MetallRente kommt der volle avwL-Betrag ohne Abzug von Steuern und SV-Beiträgen in Ihrem „Spartopf“ an. Wie man die Anlage der avwL und die staatliche Förderung der Entgeltumwandlung clever kombiniert, zeigt das folgende Beispiel:

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Durch die avwL und die staatliche Förderung kann ein Sparbeitrag von 100 Euro mit einem tatsächlichen Eigenbeitrag von gerade einmal 37 Euro finanziert werden! In vielen Unternehmen haben wir sogar erreicht, dass die avwL auf 30 Euro erhöht wurden. Manche Unternehmen zahlen nochmals einen zusätzlichen Zuschuss in Höhe von z.B. 15 Euro, wenn der Mitarbeiter bereit ist, 70 Euro aus seinem Bruttoentgelt beizusteuern. Durch die avwL, den zusätzlichen Arbeitgeberzuschuss und die staatliche Förderung kann dann ein Sparbeitrag von 115 Euro mit einem tatsächlichen Eigenbeitrag von gerade einmal 35 Euro finanziert werden! Zu bemerken ist, dass dies für den Arbeitgeber kostenneutral bzw. mit geringem Aufwand darstellbar ist.

Gibt es denn auch in 2012 Themen in der Altersversorgung, auf die unsere KollegInnen achten sollten?

Sabine Siegloch: Ja, die gibt es. Das Thema „Einkommenssicherung“ wird immer wichtiger. Im Lauf des Arbeitslebens wird jeder vierte Arbeitnehmer berufsunfähig, Tendenz steigend. Die Sozialsysteme sichern im Fall der Berufsunfähigkeit jedoch nur einen Bruchteil des ehemaligen Einkommens ab. Ergänzend dazu bietet die MetallRente zwei interessante Lösungen. Besonders mit der Einführung der ergänzenden Berufsunfähigkeitsabsicherung in diesem Jahr bietet sich den Mitarbeitern ein attraktives Modell der „Einkommenssicherung“.

Des Weiteren hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) mit Urteil vom 01.03.2011 die Rechtsgrundlage, nach der eine geschlechterspezifische Kalkulation möglich wäre, für unwirksam erklärt. Damit ist ab dem 21.12.2012 in privaten Versicherungsverträgen keine geschlechterspezifische Kalkulation mehr möglich. Welche Auswirkungen das Urteil auf die betriebliche Altersversorgung hat, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abschätzen. Wir richten uns aber darauf ein, dass es dann keine geschlechterspezifischen Verträge mehr geben wird. Gerade für Männer ist es in Folge dessen durchaus interessant, sich noch dieses Jahr für den Eintritt in die MetallRente zu entscheiden. Für genauere Informationen zu diesen Themen, stehe ich jedoch sehr gerne zur Verfügung.

Ist Altersvorsorge denn schon ein Thema für junge KollegInnen wie Azubis oder Berufseinsteiger?

Sabine Siegloch: Unbedingt! Die heutige junge Generation wird als erste von den Folgen des demografischen Wandels in vollem Umfang getroffen. Noch nie musste eine Generation so früh so weitreichende Entscheidungen treffen und viele sind sich dessen nicht bewusst. Frühes Handeln ist also gefragt! Durch den Zinseszinseffekt haben junge Menschen aber auch die besten Chancen die Leistungsabsenkung der gesetzlichen Rente auszugleichen. Je langfristiger man Geld für die eigene zusätzliche Rente spart und anlegt, desto höher sind die Erträge.